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Alles über den Klammeraffen

Auf der Spur des ersten Klammeraffen

Sie führt zurück bis in die Schreibstube eines Klosters im Mittelalter. Dort schien einem Mönch das Wort ad (lat. - bedeutet soviel wie zu oder an) zu "lang", und er benützte stattdessen ein vereinfachtes Zeichen, das bereits sehr ähnlich dem @ war (in den mittelalterlichen Schriften war das "d" leicht gekringelt und ähnelte einer gespiegelten "6"). Im 15 Jahrhundert wurde dieses Sonderzeichen dann wieder von den iberischen Kaufleuten aufgegriffen. Es wurde als Abkürzung für die Gewichtseinheit arroba (ca. 11,52 kg) bei Stieren und Wein eingesetzt. Dieses wurde dann bald durch das Zeichen @ ersetzt. In der späteren Renaissance wurde es dann erstmals in der kommerziellen "zu"-Bedeutung im Sinne von "1 Apfel zu 10 Schilling" benutzt.

Mit der industriellen Revolution wurde es dann in der Buchhaltung verwendet und fand sich so auf fast jeder Schreibmaschine wieder. Bei der Standardisierung der Computer-Tastaturen kam der Klammeraffe zu seiner heutigen Bezeichnung at und wird somit zum Trennzeichen für die heutigen e-Mail-Adressen. Der deutsche Name "Klammeraffe" stammt übrigens aus den 70er Jahren. Damals baumelten nämlich als Modeerscheinung kleine Plastikäffchen an vielen Glasrändern!

Es gibt verschiedene Theorien zur Entstehung des @-Zeichens:

So schrieb uns beispielsweise Frau Angelika Petitini:

Liebe Redaktion,
in unserer Jugendzeitschrift X-MAG haben wir auf eure @-Story verwiesen und prompt Reaktion eines 64(!)-Jährigen erhalten, der zwar keinen E-Mail-anschluss besitzt, aber sich für Technik interessiert. Es bitte nun, Euch darauf hinzuweisen, dass die Geschichte mit dem mittelalterlichen Mönch wenig plausibel sei. Er bietet folgende Version: Im antiken Rom benötigte man zum schnelleren Mitschreiben eine Art Stenografie: die Buchstaben a und t wurden zum & zusammengezogen. & wurde zum Namensgeber für den Klammeraffen. Viele Grüße,Angelika Petitini, Redakteurin von X-MAG

Der Klammeraffe in "real life"

Schwarzer Klammeraffe (Ateles paniscus)

Er lebt im Kronenbereich des Amazonaswaldes. Seinen langen Schwanz kann er zum Abstützen und Festhalten einsetzen. Eine kleine Besonderheit der Anatomie: seine Hände haben nur vier Finger, der Daumen fehlt.
Er ist der geschickteste Turner im amaZOOnico. Obwohl er aber gemessen an der Körperlänge der grösste Affe ist, muss er sich der Kraft des Wollaffen unterziehen.


Dieses liebe Äffchen fanden wir auf der Website des Tierparks amaZOOnico

Es gibt vier Klammeraffen-Arten

Die Klammeraffen (Gattung Ateles) sind in den tropischen Regionen Mittel- und Südamerikas weit verbreitet - von Veracruz in Mexiko (20° nördlicher Breite) bis zu den südlichsten Ausläufern des Amazonasbeckens in Brasilien (16° südlicher Breite). Innerhalb der Familie der Kapuzinerartigen (Cebidae) gehören sie zur Gruppe der Klammerschwanzaffen (Atelinae), deren gemeinsames Merkmal - wie der Name sagt - ein vielseitig einsetzbarer Klammerschwanz ist. Ihre nächsten Verwandten sind die sanftmütigen Wollaffen (Gattung Lagothrix) und die überaus seltenen Spinnenaffen (Brachyteles arachnoides).

Vier Arten von Klammeraffen werden im allgemeinen unterschieden: Der Schwarze Klammeraffe (Ateles paniscus), dessen Fell überall glänzendschwarz gefärbt ist, kommt in Venezuela, Guyana, Französisch Guyana, Surinam, Brasilien, Peru und Bolivien vor. Den Goldstirn-Klammeraffen (Ateles belzebuth), der durch einen gelbbraunen dreieckigen Fleck an der Stirn gekennzeichnet ist, findet man in Peru, Ecuador, Kolumbien, Venezuela und Brasilien. Der Braunkopf Klammeraffe (Ateles fusciceps), der oft einen bräunlichschwarzen Kopf mit olivefarbenem Scheitel aufweist, ist in Panama, Kolumbien und Ecuador zu Hause. Und der Geoffroy-Klammeraffe (Ateles geoffroyi)schließlich, dessen Fell gold- bis dunkelbraun gefärbt ist, während Hände und Füße durchwegs schwarz sind, lebt in den mittelamerikanischen Staaten Mexiko, Guatemala, Belize, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica und Panama.

Insgesamt werden aufgrund kleinerer Unterschiede in Körpergröße und Färbung neun geografische Rassen des Geoffroy-Klammeraffen unterschieden, darunter beispielsweise Ateles geoffroyi vellerosus, der als «Mexikanischer Klammeraffe» bezeichnet wird.

Der Schwanz dient als fünfte Gliedmasse

Die Klammeraffen gehören zu den größten Affen der Neuen Welt: Sie wiegen zwischen 6 und 9,5 Kilogramm und weisen eine Kopfrumpflänge von 35 bis 60 Zentimetern auf. Männchen und Weibchen unterscheiden sich hinsichtlich Körpergröße und Fellfärbung kaum voneinander.

Der Schwanz der Klammeraffen misst 60 bis 90 Zentimeter und spielt bei der Fortbewegung eine wichtige Rolle: Er ist ein muskulöses, zu präzisen Bewegungen fähiges Greiforgan und lässt sich darum wie eine fünfte Gliedmasse einsetzen. Mühelos vermag er auch das ganze Körpergewicht der Affen während längerer Zeit zu halten.

An der Unterseite des Schwanzendes befindet sich eine nackte Fläche mit gut ausgebildeter Tasthaut. Damit können die Tiere prüfen, wie etwas beschaffen ist. Interessanterweise besitzt dieses Hautstück auch Schweißdrüsen und sogar feine Hautrillen, die bei jedem Tier anders ausgebildet sind. Es ist also der menschlichen Handfläche verblüffend ähnlich.

Die Klammeraffen halten sich zumeist im Kronenbereich des Regenwalds auf und kommen selten auf den Waldboden hinunter. Bei der Fortbewegung durch das Geäst setzen sie ihre fünf Gliedmassen in allen möglichen Kombinationen ein. Vornehmlich schwingen sie sich unter den Ästen durch. An diese Form der Fortbewegung sind ihre Hände gut angepasst: Ihr Daumen ist rückgebildet, und die restlichen vier langen Finger dienen als eine Art Haken, mit dem sie sich gut im Geäst «verankern» können. Gelegentlich gehen die beweglichen Affen aber auch auf zwei Beinen oder auf allen vieren. Auf diese Weise legen sie etwa ein Stück Weg auf einem dicken Ast zurück. Hingegen springen sie selten, denn dank der großen Reichweite ihrer fünf langen Gliedmassen können sie fast alle Wegstrecken schwingend oder kletternd überwinden. Sehen sie sich trotzdem einmal gezwungen, eine größere Lücke im Geäst zu überspringen, so wählen sie sich vor dem Sprung sorgfältig einen tiefer liegenden, möglichst dicht belaubten (also nicht morschen) Ast aus, der ihnen eine sichere Landung garantiert. Bei kleineren Lücken im Geäst bilden die erwachsenen Weibchen oft eine «lebende Brücke», über welche sich die Jungtiere gefahrlos weiterbewegen können.

Klammeraffen bevorzugen als Nahrung reife Früchte, nehmen aber als «Zwischenmahlzeiten» auch gerne Blätter, Blüten, Knospen und Rinde. Die Nahrungsaufnahme macht fast ein Drittel ihrer Aktivitätszeit aus. Gut die Hälfte des Tages rasten sie. Die übrige Zeit benötigen sie für Ortsverschiebungen, Körperpflege und soziale Kontakte.

Die rasche Abholzung der mittelamerikanischen Tropenwälder stellt eine enorme Gefahr für die Geoffroy-Klammeraffen dar. Denn - bedingt durch ihren speziellen Nahrungsbedarf (reife Früchte) - sind sie besonders stark auf ungestörte Regenwaldgebiete angewiesen und daher oft die ersten Affen, die aus getöteten Landstrichen verschwinden.

Sie führen ein «Affentheater» auf

In vielen Bereichen ihres Verbreitungsgebiets werden die Geoffroy-Klammeraffen im übrigen ihres Fleischs wegen bejagt. Zum Verhängnis wird den Affen dabei, dass sie beim Anblick eines Menschen genauso wenig die Flucht ergreifen wie beim Entdecken eines Jaguars. Stattdessen äußern sie bellende Laute und nähern sich dem Feind oft bis auf kurze Distanz. Dort versuchen sie, den Störenfried einzuschüchtern und zu vertreiben: Sie beginnen mit Händen und Füssen Äste zu schütteln.

Dieser Text wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:
© 1990 Markus Kappeler / Groth AG www.markuskappeler.ch
(erschienen in der WWF Conservation Stamp Collection, Groth AG, Unterägeri)
Den vollständigen Bericht können Sie HIER nachlesen.

Sollten auch Sie eine Variante zur Entstehung des Klammeraffe-Zeichens kennen, freuen wir uns über Ihre Zuschrift!

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